“Luther und die Fürsten” –Referent Pfr.i.R. Peter Beisel

Die Wollenbachmusen e.V. hatten  zu einem  Vortragsabend in das kath. Gemeindehaus in Bargen geladen. Thema: “Luther und die Fürsten”. Referent  Pfr. i.R. Peter Beisel freute sich, dass auch wissenschaftlich tätige Heimatforscher unter den Anwesenden Zuhörern waren, mit denen er  die Zusammenhänge zwischen dem Klerus und den damaligen Fürsten diskutieren konnte. Thomas Weber fasste den Abend für die RNZ– etwa so zusammen: “…als wäre er dabei gewesen, schilderte Pfr. Peter Beisel  das Leben zur Zeit Luthers. Als der Überlieferung nach, der Reformator seine 95 Thesen an der Tür der ­­­­Schlosskirche in Wittenberg anbrachte, war es mit der Ausbildung der Priester in den Dörfern des Kraichgaus nicht weit her.  Schon mit dem ‘Vater unser’ hatte so mancher Ortsgeistliche seine Probleme”, schilderte Beisel die Situation dieser Zeit. Weltliche und kirchliche Führung war oft personell identisch oder zumindest eng verzahnt. Der Ablasshandel prägte die Ära. “Diese Zeit hat geradezu nach einer Reformation geschrien” So war es keine Wunder, dass die neuen Ideen auf fruchtbaren Boden fielen. Darauf wurde auch der Ortsadel im Kraichgau aufmerksam. Man hatte schnell Interesse, Absolventen aus Wittenberg für die eigenen Pfarrerstellen zu bekommen, die sich mit diesen neuen Ideen beschäftigt hatten. Zahlreiche Reichsritter jener Zeit haben der Reformation den Rücken gestärkt und in ihrem Herrschafts- und Einflussbereich entsprechende Pfarrer eingesetzt. Ebenso ging Peter Beisel auf die Trennung von Kirche und Staat ein, die aus der Weimarer Verfassung auch in das Grundgesetz der Bundesrepublik eingeflossen ist. Mit kleinen Anekdoten seiner eigenen Zeit als Pfarrer rundete er seine Ausführungen ab”. Im Anschluss des Abends entwickelte sich noch ein rege Gesprächsrunde.

 

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